Italien – Cinque Terre

Italien – Cinque Terre

Cinque Terre ist die Bezeichnung der fünf Nachbar- Gemeinden an der Riviera di Levante in der Region Ligurien. Sie sind bekannt für schroffe Weinberge und die jahrhundertealte Küstendörfer mit den bunten Häusern. Die Region hat ca. 3500 Einwohner und wurde 1997 zum UNESCO Kulturerbe erklärt.

Corniglia

Wir sind bis Pisa geflogen und von dort mit dem Zug nach Corniglia gefahren. Das hat wunderbar geklappt. Corniglia ist einzige Ort, der auf einem 100 Meter hohen Felsvorsprung liegt und keinen direkten Zugang zum Meer hat. Bleibt zu erwähnen, dass der Zug nicht oben im Ort hält. Man darf entweder lange auf einem Shuttlebus warten oder das Gepäck diese Treppenstufen herauf wuchten.

Im Herbst ist hier Nebensaison, und obwohl doch einige Touristen unterwegs sind, ist es im Ort ruhig und wir bekommen ein Upgrade der Ferienwohnung. Mit zwei Terrassen über dem Meer und zwei bezaubernden Mitbewohnern im kleinen Garten.

Ausblick von der großen Terrasse

Corniglia ist das kleinste der fünf Dörfer und am wenigsten touristisch. Was wohl daran liegt, dass man sich den Zugang zum Meer erarbeiten muss. Unten angekommen wird man von leuchtendem türkis-blauen Wasser empfangen, welches im Oktober noch warm genug zum baden ist.

Für uns war klar, dass wir alle fünf Dörfer besuchen wollen, im Idealfall ohne Auto.

Riomaggiore

Riomaggiore ist der südlichste Ort. Hier startet unsere Wanderung. Ein malerisches Dörfchen mit kleinen Gassen und einem Hafen für Fischerboote umgeben von Weinbergen.

Mit dem Zug sind wir problemlos und günstig hergefahren und wollten über den Wanderweg Via dell’Amore bis Manarola gehen. Eine ebenerdige Tour an der Küste wurde mir versprochen (erstmals habe ich mich nicht mir der Reiseplanung beschäftigt – großer Fehler!). Nach einem Erdrutsch war dieser jedoch gesperrt. So mussten wir den deutlich steileren Weg über die Weinberge nehmen.

Da unten sieht man den Wanderweg
Blick auf die Weinberge

Manarola

Manarola ist berühmt für seine bunten Häuserzeilen auf dem Felsen und einem kleinen Fischereihafen. Statistisch ist dies das beliebteste Dorf der Cinque Terre. Kann ich verstehen, hier hat es mir am besten gefallen.

Das wäre unser Wanderweg gewesen, der Via Dell’Amore

Vernazza

Vernazza gilt als das fotogenste Dorf – begeistert mit alten Burgtürmen, dem Felsenhintergrund und der kleinen Piazza am Meer. Die mittelalterliche Festung Castello Doria thront etwa 70 Meter hoch auf dem Felsvorsprung – direkt über dem Meer und dem kleinen Hafen. Der Belforte- Turm ist der älteste Teil der Anlage und diente früher dem Schutz vor Piraten. Für ein paar Taler kann er auch besichtigt werden.

Die Piazza. Hier gibts leckeren Espresso.

Monterosso al Mar

Monterosso ist das größte der fünf Dörfer. Im Verhältnis zu den anderen vier Ortschaften ist es hier relativ flach. Zudem gibt es nur hier einen Sandstrand.

Berceto – Castellonchio

Gut eineinhalb Autostunden von Corniglia entfernt liegt Berceto. Hier ist mein Onkel aufgewachsen bevor er nach Deutschland kam. Seine Geschwister leben allerdings noch hier. Für uns eine schöne Gelegenheit, hier mal vorbeizuschauen.

Berceto ist eine kleine Gemeinde mit ca. 1900 Einwohnern. Sie liegt in der Provinz Parma in der Emilia-Romagna. Viel Zeit zum Sightseeing hatten wir nicht, der Fokus lag voll uns ganz auf der Familie. Ein paar Bilder habe ich dennoch für euch.

Berceto

Man sieht, die Toskana ist nicht mehr weit

In Castellonchio scheint es, als wäre die Zeit stehen geblieben

Aber: Mir wurde hier die beste Pizza der Welt versprochen. Das Besondere: Die Pizza wird nicht im Holzofen gebacken sondern in großen gusseisernen Pfannen -so einer Art Dutch Oven- auf offenem Feuer. Leider hatte die Pizzeria genau heute Ruhetag!

Porto Venere

Porto Venere ist eine Gemeinde der Region Ligurien. Ebenso wie die Cinque Terre gehört die Ortschaft zur Provinz La Spezia und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Obwohl der Ort nur eine Autostunde von Cinque Terre entfernt ist, ist es deutlich weniger touristisch. Auch hier gibt es bunte Häuschen und einen kleinen Fischereihafen.

Wir haben es ausgemessen, die Häuser sind keine 2 Meter breit

Pisa

Da unser Flug nach Hamburg früh am Morgen zurückgeht und man mit dem Zug von Corniglia zum Flughafen gute zwei Stunden braucht sind wir am Nachmittag vor Abflug nach Pisa gefahren. Viel Zeit zum Bummeln blieb uns hier zwar nicht mehr, aber das berühmteste Wahrzeichen der Stadt wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Der Schiefe Turm von Pisa war als freistehender Glockenturm vom Dom in Pisa geplant. Schon ein paar Jahre nach der Grundsteinlegung im Jahr 1185 begann der Turmstumpf sich nach Südosten zu neigen. Der Grund für die Schieflage liegt am Untergrund aus Morast und Sand, der sich unter dem Gewicht verformt hat. Nach verschiedenen Sanierungsarbeiten konnte der Neigungswinkel leicht korrigiert werden.

Der Dom von Pisa
Da ist er
und natürlich habe auch ich versucht ihn wieder aufzurichten

Und mit diesem fröhlichen Wandbild aus dem historischen Stadtkern Pisas bedank ich mich fürs Lesen – Keith Herings Tuttomundo

Zentrales Thema: Harmonie und Frieden in der Welt. Das wäre so schön.

Verlinkt bei der Urlaubslinkparty bei Nähfrosch

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