Australien – Kleiner Roadtrip entlang der Ostküste

Australien – Kleiner Roadtrip entlang der Ostküste

Sydney

Hach, Australien. Lange lange Sehnsuchtsort, jetzt sollte es soweit sein. Dank des Lockdowns waren so viel Urlaubstage angespart und die mussten jetzt weg. Anfang des Jahres wurde der Flug gebucht, im Laufe des Jahres haben wir uns um Formalitäten wie Visum und internationalen Führerschein gekümmert. Am 6. November stiegen wir in Hamburg mit Ziel Sydney ins Flugzeug – mit Zwischenstopps in Frankfurt und Singapur. Für die ersten und letzten Nächte hatten wir im Großraum Sydney eine Unterkunft gebucht, die restliche Zeit wollten wir uns treiben lassen.

Nach 38 Stunden Flugzeit war der erste Moment so unwirklich. Morgens um halb zehn saßen wir todmüde aber happy zwischen schicken Business-Menschen in der Bahn und waren mit diesem intensiven Sonnenlicht überfordert.

Wir sind wirklich da! Bisher kannte ich die Oper nur aus dem Fernsehen

Der erste Strandspaziergang führte uns nach Collaroy. Nach der langen Anreise war es einfach herrlich, am fast leeren Strand mit den Füßen im Wasser zu plantschen.

Plötzlich war ein lautes Sirenengeheul und für uns unverständliche Durchsagen über die Drucklautsprecher zu hören. Da alle Einheimischen aus dem Wasser kamen veranlasste uns zu fragen, was denn los sei.

Verstanden. Wir sind in Australien

Am folgenden Tag schlenderten wir durch die Innenstadt Sydneys. Durch den Park an der Oper bis hin zu Harry’s Café de Wheels. Ein Pie-Laden, der das leckerste Nationalgericht serviert. Die Lokalität steht auf Rädern, da sie aus behördlichen Gründen immer wieder um ein paar Zentimeter verschoben werden muss. Wenn man all den Bilder Glauben schenken darf, fand der ein oder andere Promi den Weg hierher.

Yummy! Schmeckt deutlich leckerer als es aussieht

Blue Mountains – Katoomba

Nach 4 Tagen Sydney zogen wir weiter. Ein erster Stop waren die Blue Mountains in Katoomba, ca 110 km von Sydney entfernt. Dank der Artenvielfalt zählt die Gegend zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Blätter des Eukalyptus verdunsten die ätherischen Öle wodurch bei Tageslicht diese Blaufärbung entsteht.

The Three Sisters – die wohl bekannteste Felsformation der Blue Mountains

Auf der Suche nach einem guten Frühstück zeigte uns das Navi ein Café in den Bergen an, was heut auch geöffnet haben soll. Am Mount Tomah wurden wir nicht enttäuscht. Leckerstes Frühstück in einem Botanischen Garten mit bester Aussicht

Port Stephens

Nach dem Abstecher in die Berge zog es uns wieder in Küstennähe. Ein netter Mensch hatte uns noch in Manly die Gegend um Port Stephens empfohlen. Hier haben wir ein Stückchen vom Paradies gefunden.

Auf der Suche nach Koalas sind wir durch ein kleines Waldstück gegangen. Gänsehaut, wenn es in der Dämmerung rechts und links des Steges anfängt zu rascheln.

Die „Parade des Grauens“ stand auf einem Geländer bereit. Ich hätte da fast reingefasst. Hier handelt es sich um die leeren Puppen der Zikaden.

Forster-Tuncurry

Über ein paar Umwege sind wir dem Happy Place unserer Reise angekommen: Forster- Tuncurry! In unserem AirBnB haben wir so wertvolle Menschen kennengelernt, die uns Fremden Heim und Herz geöffnet haben. Die Gegend hier ist so wunderschön und lädt zum durchatmen ein.

Seven Mile Beach – einer unserer Lieblingsplätze

Die Hafeneinfahrt – hier tummeln sich zum Sonnenuntergang die Delfine, die fröhlich herumspielen und zum Fressen lediglich die Mäuler öffnen müssen. Ein so wundervoller Ort, da sehe ich mal über die Tatsache hinweg, dass es hier keine wirklich schönen Sonnenuntergänge gibt.

Hafeneinfahrt mit Blick auf den 9-Mile Beach

Nach einem Spaziergang haben wir hier die heimische Fauna kennengelernt. Glücklicherweise ein ungiftiges und völlig entspanntes Exemplar.

Ein Rautenpython. Hat sich gar nicht für uns interessiert

In Forster darf man angeln. Wird von den Einheimischen auch gern genutzt. Zum Entschuppen stehen diese Pavillons bereit. Die Pelikane hoffen hier auf kleine Leckerbissen. Für die Einheimischen ein scheinbar Alltag, denn nur wir Touristen schenkten diese Szene Aufmerksamkeit.

Port Macquarie & Nambucca Heads

Auf dem Weg nach Nambucca kamen wir in Port Macquarie vorbei. Ein touristisches kleines Örtchen. Der Leuchtturm gehört zu den Ältesten Australiens.

Ja, touristisch. Kamelauflüge werden hier angeboten

Viel schöner fand ich dagegen die Promenade von Nambucca Heads. Hier durfte eine eine Grundschulklasse Meerestiere zeichnen, die als kleine LED-Schläuche in den Beton eingelassen wurden. Eine ganz wunderbare Idee!

Ganz bekannt ist die Promenade für die bunt bemalten Steine. Dieser hier hat es mir besonders angetan

Hier durften wir morgens frühstücken

Grafton

Ein weiteres Ziel war Grafton. Im Landesinneren ganz idyllisch am Clarence River gelegen. Grafton war eine wichtige Durchgangsstation zwischen Brisbane und Sydney. Dem Handelsverkehr verdankt sie auch ihre Brücke. Die Grafton Bridge überspannt den Fluss auf zwei Stockwerken – eins für den Autoverkehr und eins für die Bahnlinie und Fußgänger. Ehrlich gesagt knirscht und knackt es gewaltig, wenn ein Zug vorbeifährt. Inzwischen wurde eine moderne Brücke direkt daneben gebaut.

Viel beindruckender fand ich hier die Bäume. Unfassbar, wie riesig diese Feigenbäume sind.

Fig Tree Avenue

Kingscliff

Die letzte und nördlichste Station unseres Roadtrips sollte Kingscliff sein. An den Tweed Heads rauschen eigentlich die Wellen dröhnend gegen die Gesteinsformation, heut war es aber ungewöhnlich ruhig. Den Ausblick vom James-Cook-Park auf die Goldcoast haben wir dennoch genossen

Inzwischen sind wir in der Vorweihnachtszeit angekommen. Kitschig können sie, die Australier. Dennoch komme ich mit der Kombination aus Weihnachtsbaum, sommerlichen Temperaturen und Küstennähe nicht klar.

Verlinkt bei der Urlaubslinkparty bei Nähfrosch

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