Pommes-Möwe und KI-Spielerei
Irgendwo in den Tiefen von Social Media hatte ich gelesen, dass man mit Hilfe von KI Plottdateien erstellen kann. Da mir das Talent des Zeichnens nicht mit in die Wiege gelegt wurde, war dies die ideale Möglichkeit, mich ChatGPT und den Prompts (Eingabeaufforderung) zu beschäftigen und etwas herum zu experimentieren. Die Entwicklung und das, was daraus geworden ist seht ihr an meiner kleinen Pommes-Möwe.
Los ging es mit: Erstelle mir eine Zeichnung von einer Möwe, die grimmig guckt und ein Fischbrötchen in der Hand hält. Sie trägt einen knappen Bikini. Die Zeichnung soll im Comic-Stil sein und einen neutralen Hintergrund haben.

Schon nicht schlecht, aber um den Kopf herum doch sehr nackig. Abgesehen davon lässt sich das Fischbrötchen in der Hand ab einer gewissen Größe nicht mehr gut plotten. Den Prompt habe ich mit folgendem Text erweitert: Erstelle mir eine Zeichnung von einer Möwe, die grimmig guckt. In der Hand hält sie eine Portion Pommes. Sie trägt einen knappen Bikini und einem Sommerhut.

Gefällt mir viel besser, aber in Anbetracht, dass ich daraus eine Plottdatei erstellen möchte, macht mir ein schwarz/weiß Bild die weitere Arbeit leichter. Für ein bisschen positive Energie habe ich mir eine fröhliche Möwe gewünscht. Erstelle mir eine Zeichnung von einer Möwe, die sich freut. In der Hand hält sie eine Portion Pommes. Sie trägt einen knappen gestreiften Bikini und einem Sommerhut. Das Bild soll im Comic Stil sein, einen neutralen Hintergrund haben und in schwarz weiß gezeichnet sein.

Gefällt mir richtig gut! Die sollte es sein! Der grimmingen Möwe habe ich einen stark vereinfachten Fisch verpasst, sodass sie auch ihren Platz auf dem Täschchen gefunden hat. Warum sie allerdings plötzlich einen gepunkteten Bikini trägt weiß wohl nur ChatGPT.

Die geschnittenen (Vinyl-) Folien habe ich auf das Siebdruck-Sieb geklebt und die folgenden Täschchen damit bedruckt – bzw. die Stoffe bedruckt und daraus die Täschchen genäht.



Ein altes weißes -inzwischen mit Grauschleier- T-Shirt musste auch daran glauben. Hier habe ich die Möwe etwas größer drauf gedruckt und mit verdünnten Siebdruck-Farben ausgemalt.

Dabei hätte ich es belassen sollen. Das olle Shirt mit Grauschleier durfte nach der Farb-Fixierung ein Bad in einem Farbsud aus Avocadoschalen nehmen. Damit dass der Farbsud die Siebdruckfarben „überschreibt“ habe ich nicht gerechnet. Aber: Der Grauschleier ist weg und ich habe ein neues Lieblings-Schlaf-Shirt.

Vielleicht habt ihr ja auch Lust, ein bisschen mit den Möglichkeiten herumzuspielen. Lasst es mich wissen.