12 von 12 im April – Mein Tag in Bildern
An jedem 12. des Monats findet das Fotoprojekt 12 von 12 statt. Man macht 12 Fotos vom Tagesablauf, der mal bunt und turbulent oder auch voll schnödem Alltagskram sein kann. Mitmachen kann jeder der Lust hat. Die Liste aller Teilnehmenden findet ihr bei Caro. Herzlich Willkommen!
Im März bin ich am letzten Urlaubstag auf La Palma gestürzt. Die selbst diagnostizierte Prellung mit Bluterguss hat sich zuhause als Bruch im Radiusköpfchen mit abgesplitterten Knochen herausgestellt. Nach vielem hin und her hat hat sich sowohl das Krankenhaus als auch der Orthopäde gegen eine Operation entschieden. Der Arm ist aber nach wie vor ruhigstellt und ich seit 4 Wochen zuhause. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Noch vor dem ersten Kaffee muss ich die Bandage anlegen (und bin so dankbar, dass ich sie nachts ablegen darf).

Daher gibts meinen Zeit-für-mich-Kaffee am morgen aus der liebsten Tasse vom Sportstudio – wenn ich schon nicht selbst trainieren darf. Heut vom Balkon.

Momentan klappt das mit der gesunden Ernährung eher semi-optimal. Meinen Proteinbedarf bekomme ich kaum gedeckt. Daher hab ich mir heute mal wieder einen Quarkauflauf zusammengerührt. Gesüßt wird der lediglich durch die Wildblaubeeren, die ich noch im Tiefkühler gefunden habe (den Schokokeks, den ich als Boden zerbröselt habe ignorieren wir an dieser Stelle).

Und wenn der Backofen schon mal heiß ist gibts frische Linsencracker für den Herzensmann dazu.

Fun Fact: Auf La Palma wollte ich Salz für die Ferienwohnung kaufen. Hab wohl im Gewürzregal im Supermarkt nicht richtig hingeschaut. Umso besser für Zuhause wenn nur ein Teelöffel Backpulver (wie bei den Linsencrackern) benötigt wird, so muss ich die kleinen Tütchen nicht anbrechen.

Gestern gab es einen Artikel im Hamburger Abendblatt über den großen Lieblings-Cousin. Abends noch fix an der Tankstelle die Zeitung besorgt, aber heut morgen erst zum Lesen gekommen.

Mein Physiotherapeut Abdul gibt mir regelmäßig Hausaufgaben, damit wir das mit der Beugung und Streckung des Armes wieder hinbekommen. Sein Lieblingsgerät: Eine Handtuchrolle auf der Sofalehne. Ist simpel, hat jeder Zuhause. Gibt keine Ausreden.

Um ein bisschen Bewegung zu bekommen geh ich hier im Viertel spazieren. Das „Gute“ am Kranksein: Ich bekomme mit wie die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht und vorsichtig zu blühen anfängt. Im Alltagstrubel fallen mir die feinen Veränderungen nicht auf, auf einmal fühlt es sich an als sei die Vegetation über Nacht explodiert.

Nähen darf ich grad nicht wirklich (und tut auch ganz schön weh), aber vom angefangenem Four-Seasons-Sampler muss noch das Papier aus den fertigen Blöcken gepopelt werden. Dann mach ich halt das (in der Sonne mit guter Musik auf den Ohren ist es halb so wild).

Ich habe noch nicht das richtige Gefühl für meinen Sauerteig. All die Infos aus Social-Media-Gruppen finde ich oft verwirrend. Jedes Mehl und jede Umgebungstemperatur ist doch irgendwie anders. Um zu schauen, wann meine Gärtrud ihren Peak nach dem Füttern hat, hab ich ihr mal ein Hütchen aufgezogen (laut dem Internet hätte der Peak nach 3-4 Stunden erreicht sein sollen, bei mir hat es allerdings 12 Stunden gedauert).

Keine Lust groß zu kochen heute. Hab gestern den ersten Spargel gesehen und gekauft, daher gibts heut eine simple Spargel-Tomaten-Nudel-Pfanne. Lecker wars!

Jetzt geht es gemütlich aufs Sofa. Wir haben aus La Palma Tee aus lokalen Früchten mitgebracht. Der darf jetzt daran glauben. Das Besondere: Die Früchte kann man nach dem Trinken essen (Tee ist lecker, aber die aufgeweichten Früchte haben die Konsistenz von Schnupfen).

Ich bedanke mich fürs Lesen und wünsch euch einen schönen Abend.