Zur Totalen Sonnenfinsternis nach Nordspanien…

Zur Totalen Sonnenfinsternis nach Nordspanien…

eigentlich…

Aber von vorn.

Schon im Frühjahr haben wir uns entschieden, zur Sonnenfinsternis nach Spanien zu reisen. Immerhin sollte hier die Sonne komplett verdeckt werden. Da die Airlines für diesen Zeitraum horrende Preise für (Hand-) Gepäck aufgerufen haben, haben wir uns entschlossen nur mit ganz kleinem Gepäck zu reisen. Jeder durfte eine kleine Tasche oder Rucksack mitnehmen, der unter den Vordersitz passt. Ich habe mir eigenes dafür einen Rucksack genäht, der exakt den von der Airline vorgegeben Maßen entsprach.

Hier hat die KI mich per Mausklick in ein Flugzeug katapultiert

In Hamburg sind wir bei 17 Grad und grauem Himmel gestartet, zwei Stunden später in Bilbao bei schwülen 32 Grad gelandet. Grau war der Himmel hier allerdings auch

Mit dem Mietauto ging es dann 120 Kilometer Richtung Westen nach Santander und haben wir uns ein bisschen durch die Stadt treiben lassen. Ich muss gestehen, mir war nicht bewusst wie bergig Nordspanien ist. Das haben wir in der Tat unterschätzt.

Morgens wurden wir von diesen zarten Ladies geweckt, die direkt gegenüber unseres Balkons gewohnt haben. Mitten in der Stadt.

Die Outdoor Verkabelung mancher Häuser fand ich sehr abenteuerlich, scheint sich hier aber bewährt zu haben

Wenn ich mich schon mal in Spanien nicht weit von der Atlantik-Küste entfernt aufhalte, möchte ich natürlich ans Wasser. Da wir sonst nicht zu Stoßzeiten in der Hauptsaison verreisen war ich entsprechend überrascht wie voll der Strand doch war.

El Sardinero – der beliebteste und belebteste Strand der Gegend

Wir standen hier auf einer Mauer/ Brücke und haben uns gewundert warum viele Menschen zur Mauer laufen, diese einmal anfassen und wieder zurücklaufen. Später haben wir erfahren, dass dieser Strandabschnitt Teil des Jakobsweges ist und sich hier im Sommer entsprechend viele Menschen tummeln.

Zwei Ecken weiter war es deutlich leerer und ruhiger. Hier mochte ich es sehr.

Mittwoch sollte es so dann so weit sein. Da wir uns in Santander am Rande der Totalitätszone befanden war für uns klar, dass wir ein Stück Richtung Westen fahren. Der Wetterbericht hat einen strahlendblauen Himmel versprochen. Und „ganz zufällig“ war ein alter Schulfreund vom Herzensmann mit dem Wohnmobil in der Gegend, der „noch zufälliger“ sein Teleskop dabei hatte. Gegen Nachmittag zogen die ersten Wolken auf, sodass wir uns entschieden ein gutes Stück ins Landesinnere zu fahren. Die Wolken bildeten sich leider erst in den Bergen um uns herum.

Bestens ausgestattet hatten wir uns einen Hügel gesucht und hatten freie Sicht auf die Sonne. Bis hierher sah es vielversprechend aus.

Los gehts! Auf dem Teleskop sah man deutlich, dass der Mond sich langsam vor die Sonne schiebt, durch die Brillen natürlich auch.

Und das wars auch leider schon. Ganz plötzlich zogen dicke Wolken auf, die uns die Sicht komplett vermasselten. Immerhin: Zum Zeitpunkt der kompletten Bedeckung wurde es plötzlich dunkel und kurze Zeit später wieder hell.

Dass mein Cousin sich 700km südlich von uns in Spanien (außerhalb der Totalitätszone wohlgemerkt!) aufhielt und dieses Bild schickte machte es für den Moment nicht besser.

Den letzten Tag wollten wir bei bestem Wetter Richtung Hafen. Mit dem Bus fuhren wir (schnell und günstig) Richtung Altstadt und schlenderten hier durch die engen Gassen und die Hafenpromenade entlang.

Zwischen diesen beiden Bildern liegen ca 45 Minuten. So schnell ändert sich das Wetter hier.

Auf der Aussichtsterrasse einer Galerie sahen wir in einiger Entfernung diese Seilbahn. Klar, dass wir uns die anschauen mussten. Nur war diese nirgends ausgeschildert und auch bei Google Maps erst auf den dritten Blick sichtbar. Ein kleiner Geheimtipp, der uns den Fußweg über den Berg erspart hat und direkt hinter unserem „Stamm-Bistro“ herauskommt. Verrückt, dass wir das Teil die letzten Tage nicht gesehen haben und uns täglich hier hoch gequält haben.

Auch wenn der Grund für die Reise nicht so richtig geklappt hat, hatten wir einen tollen Kurzurlaub und diese kleine Auszeit vom Alltagstrubel sehr genossen.

Verlinkt bei den Glücksmomenten

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