Gingham Quilt – Erinnerung an Oma (und Opa)

Gingham Quilt – Erinnerung an Oma (und Opa)

Mein Omi war Schneiderin mit Leib und Seele.

In meiner Kindheit habe ich viele Stunden in ihrem Atelier verbracht, auf der Heizung gesessen und Reißverschlüsse aufgetrennt. Als Dankeschön gab es ein süßes Teilchen vom Bäcker gegenüber und 2 D-Mark für die Spardose. Ihr größter Wunsch zu Lebzeiten war, dass ihre einzige Enkelin (ich!) von 4 Enkelkindern ihre Schneiderei übernimmt. Ihre Enkelin (ich!) hatte allerdings andere Pläne und behauptet sich seit 25 Jahren in einer Männer-Domäne.

Mein ernsthaftes Interesse am Näh-Handwerk wurde erst im Lockdown geweckt (Masken und so) – ein halbes Jahr nach ihrem Tod. Leider habe ich es versäumt, sie nach Tipps und Tricks zu fragen, heut muss ich ich mir alles mühsam über Onlineportale selbst beibringen.

Als stolze Sizilianerin mit traditioneller Aussteuer bestand ihr Nachlass aus entsprechend vielen hochwertigen Stoffen, vorzugsweise Bett- und Tischwäsche. Nach inzwischen 7 Jahren haben wir uns die vielen Stoffmengen vorgenommen, aussortiert und angefangen, zu verarbeiten. Den Anfang macht der Ginghamquilt aus zwei alten Bettdecken und einer weißen Tischdecke. Da mir der Quilt so ein bisschen zu clean und langweilig war, habe ich drei fliegende Herzen appliziert.

7 Jahre ohne euch! Oma, Opa – ihr fehlt mir!

Genäht wurde der Quilt schon im Winter, ich habs bisher nicht geschafft ihn zu veröffentlichen – daher die Eisblumen im Bild.

Verlinkt bei den Glücksmomenten und Lieblingsstücken.

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